Ich hab da so eine Theorie

Manchmal beginnt es mit einer Schlagzeile. Manchmal mit einem Satz, den ich zufällig aufschnappe. Mit einer Unterhaltung im Supermarkt, einer Begegnung im Wartezimmer oder einem Menschen, der glaubt, nur von sich zu erzählen, obwohl er gerade etwas über uns alle verrät.
Ich nehme solche Momente mit, oft ganz unbewusst. Sie bleiben hängen und verbinden sich mit anderen Beobachtungen, Geschichten und Fragen, auf die ich auch keine schnellen Erklärungen finde.
Und dann taucht irgendwann dieser Gedanke auf: „Ich hab da so eine Theorie“.
Der entsteht nicht als Wahrheit oder Urteil, sondern als Versuch, Zusammenhänge sichtbar zu machen. Mich interessiert, warum wir handeln, wie wir handeln. Warum wir uns in Schubladen stecken oder Regeln manchmal wichtiger werden als Menschen.
Daraus entstehen meine Kolumnen.
Sie erzählen von dem, was zwischen den Schlagzeilen passiert. Von Begegnungen und Widersprüchen, die viele kennen, aber selten ausgesprochen werden.
Vielleicht hast du am Ende eine ganz andere Theorie als ich.
Das ist völlig in Ordnung. Und nicht nur das, es ist unsagbar spannend.
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