Über mich

Alles beginnt lange vor dem ersten Satz

Es gibt Situationen, die andere längst wieder vergessen haben. Ein Satz, der im Vorbeigehen fällt. Eine Beobachtung im Wartezimmer, ein Gefühl, das sich nicht sofort erklären lässt, eine Entdeckung, die zunächst ganz unscheinbar wirkt und trotzdem bleibt.

Ich nehme solche Momente mit. Das passiert nicht bewusst, aber diese Momente begleiten mich oft über Tage oder sogar Wochen. Irgendwann verbinden sie sich mit anderen Erlebnissen, Gedanken oder Fragen. Erst dann beginne ich zu schreiben.

Deshalb entstehen meine Bücher, Kolumnen und Vorträge selten aus einer Idee. Sie entstehen aus dem Wunsch, etwas besser zu verstehen.


Die Themen wechseln, aber die Haltung bleibt

Mich interessieren Menschen, ich finde sie spannend, spannender als es jeder Roman allein sein könnte.

Wie wir miteinander umgehen, welche Erwartungen wir aneinander stellen, warum wir andere so schnell in Schubladen stecken und weshalb manche Geschichten gehört werden und andere kaum jemand erzählt.

Diese Fragen begleiten mich. Und das ist unabhängig davon, ob ich einen Roman schreibe, eine Kolumne veröffentliche, ein Buch als Ghostwriterin begleite oder einen Vortrag halte.


Schreiben ist für mich mehr als Geschichten erzählen.

Geschichten können berühren, zum Nachdenken anregen und manchmal sogar den Blick auf eine Situation verändern.

Deshalb schreibe ich über gesellschaftliche Widersprüche, Selbstbestimmung, Humor in schwierigen Lebenslagen und über Menschen, die oft übersehen werden.

Weil treffende und herausfordernde Fragen oft der Anfang von Veränderungen sind. Aber auf keinen Fall, weil ich Antworten geben möchte.


Wenn Haltung Handeln wird

Manche Themen begleiten mich nicht nur beim Schreiben.

Seit vielen Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich für pflegende, bereuende und bgleitende An-und Zugehörige von Menschen mit Demenzdiagnose und setze mich dafür ein, dass ihre Erfahrungen in Gesellschaft, Politik und Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden.

Ich tue das nicht als Pflege- oder Demenzexpertin, sondern als Autorin, als selbst ehemals pflegende Angehörige und als Mensch, der erlebt hat, wie viel sich verändert, wenn jemand zuhört.


Vielleicht noch das

Ich mag Gespräche, die länger dauern als geplant und die mit einer Tasse Kaffee noch viel interessanter und spannender sind.

Ich glaube an Humor, gerade wenn das Leben schwierig wird, denn gemeinsames Lachen erleichtert viele Herausforderungen.

Und ich bin überzeugt, dass Geschichten oft mehr bewegen können als Argumente.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich bis heute schreibe.